Warum das Schönste für mich außerhalb der festgelegten Wege liegt.

Hey du,

Dort wo der letzte Baum am Ende ist, da habe ich gesessen und gemalt

gestern war ich schon wieder in der Calanque – nur diesmal war ich weiter gewandert und zwar zu einem Baum ganz am Ende der Bucht, der mir schon im September aufgefallen ist. Ich fragte mich damals „ Wie komme ich dorthin?“ Und gestern war es soweit. Ich bin tatsächlich bis dorthin geklettert und habe dort vier Stunden gemalt.

Dieses Gefühl, genau an dieser Stelle malen zu dürfen, hat mich überwältigt. Es war pures Glück, so alleine mit dieser Naturenergie zu sein und diese großen Wellen gegen die Kalkfelsen klatschen zu hören. Und es ist genau die Frage in meinen Kopf gekommen, die ich wusste, dass ich sie mir irgendwann stellen würde. Es war eine Frage in mir, die mich dazu gebracht hat, genau zu dieser Reise aufzubrechen. Zuhause in meinem Atelier hab ich mich gefragt: Yvonne wie würdest du dich fühlen, wenn du dir erst in 10 Jahren diesen Traum erfüllst? Denn ich wollte herausfinden, warum ich mir immer selbst nicht erlaubt hatte, diesem Herzenswunsch nachzugehen. Die Antwort auf diese Frage kam tief aus mir heraus: „Ich würde mich vermutlich fragen, warum ich es nicht schon viel früher gemacht habe“

UND GENAU DAS hab ich mich gestern gefragt. Warum habe ich das nicht schon viel früher getan???

Ich sagte mir immer „ich kann mir das erst erlauben, wenn ich finanziell sicherer da stehe. Aber weisst du was… das ist Selbstbetrug, Sicherheitsdenken und Angst. Und das Gegenteil von dem, was ich leben will. Genau diese Frage (Wie würde ich mich fühlen, wenn ich mir erst in 10 Jahren diesen Traum erfüllen würde?) hat mir den letzen Kick gegeben, es zu tun.

Dabei erinnerte ich mich, dass der Erfinder meiner Stoffdruck-Technik für die yandalas, mich einmal in meinem Atelier besuchte. Er surft leidenschaftlich gerne und lebt in seinem Haus in Kapstadt direkt am Meer. Ich sagte zu ihm damals: Ja irgendwann will ich das auch schaffen und in der Sonne leben.“ Darauf antwortete er. „ Das hat mit Geld nix zu tun. Als ich damals noch kaum Kohle hatte, habe ich immer die Wintermonate in Kapstadt verbracht und war surfen. Das Geld, was ich an Heizungskosten in Deutschland ausgegeben hätte, hat in Kapstadt zum leben gereicht.“ Diese Sätze haben mich damals schon inspiriert und daran musste ich jetzt gerade beim schreiben denken.

Nicht das ich jetzt sofort ein neues Zuhause in der Sonne suche. Aber hey,.. ich könnte ja jedes Jahr für 2-3 Monate in die Sonne und da malen….

Jetzt meine Frage an dich: Wie würdest du dich fühlen, wenn du dir erst in 10 Jahren deinen Traum erfüllst?

Wenn man mal von seinem gewöhnlichen Weg abgeht und einfach seinem Herzen folgt, passieren doch manchmal die schönsten Erlebnisse.

In diesem Sinne schicke ich dir den Duft der Pinienwälder und die Sonne aus der Provence,
Deine Yvonne

 

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